Die häufigsten Passwortfehler

Die meisten gekaperten Konten werden nicht auf raffinierte Weise „gehackt“ — sie fallen einer Handvoll vorhersehbarer Fehler zum Opfer. Diese sechs decken die große Mehrheit realer Kontoübernahmen ab.

1. Überall dasselbe Passwort

Leakt eine einzige Website, wird Ihre Kombination aus E-Mail und Passwort binnen Stunden bei allen großen Diensten durchprobiert — das ist Credential Stuffing, der mit Abstand häufigste Weg zur Kontoübernahme. Ein Passwort, ein Konto. Keine Ausnahmen.

2. Passwörter aus persönlichen Daten

Namen, Geburtstage, Haustiere und Lieblingsvereine stehen in Ihren öffentlichen Profilen, und Knack-Tools leben genau davon. Ein Passwort, das ein Angreifer recherchieren kann, ist kein Geheimnis.

3. Tastaturmuster und die Klassiker

123456, qwerty, iloveyou und ihre Verwandten führen Jahr für Jahr jede geleakte Passwortliste an. Angreifer probieren diese Listen zuerst — so ein Passwort überlebt Sekunden.

4. Vertrauen in l33t-Ersetzungen

P@ssw0rd! ist nicht nennenswert stärker als password: Jedes Knack-Tool wendet die Standard-Ersetzungen (a→@, o→0, ein ! am Ende) automatisch an. Echte Stärke kommt aus Länge und Zufälligkeit, nicht aus Dekoration.

5. Kurze Passwörter

Unter 12 Zeichen fällt selbst ein völlig zufälliges Passwort schnell einem Offline-Angriff zum Opfer — Länge multipliziert die Schwierigkeit auf eine Weise, die Symbole nicht leisten können. Die tatsächlichen Zahlen stehen in unserem Leitfaden zur Passwortlänge.

6. Passwörter im Klartext

Eine Notiz-App, eine Tabelle oder ein E-Mail-Entwurf namens „Passwörter“ gibt bei einem einzigen Vorfall alles preis. Nutzen Sie einen Passwort-Manager: Der Tresor ist verschlüsselt, und eine starke Master-Passphrase ist alles, was Sie sich merken.